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Metzen in Garath

Schirmprojekt zusammen mit GarART

Ankömmlinge ist der erste Schritt eines auf Zeit ausgelegten Kunst-Konzeptes, das vor Ort auf den Düsseldorfer Stadtteil Garath zugeschnitten wird. In verschiedenen Phasen arbeitet das Projekt an einem nachhaltigen Raum, der auf lange Sicht als Artist-in-Residence-Programm an einem Ort wirken soll, der so in einem kreativ-sozialen Kontext einen neuen und unkonventionellen Stellenwert erhält. Wichtig hierfür ist ein behutsamer Einstieg, denn es steht kein vorgefertigtes Ziel vor Augen, sondern am Beginn des Arbeitsprozesses soll ein Kennenlernen und Wahrnehmungen-Sammeln stehen.

Die Chance, sich mit einem solchen stadt- und raumplanerischen Phänomen wie Garath in seiner Kombination aus historischer Siedlung und Trabantenstadt-Charakter ganz pragmatisch zu befassen, bedeutet, eben keine städtebaulichen Entwicklungen untersuchen und lenken zu wollen, Erfolg und Misserfolg von Satellitenstädten von außen zu bewerten, sondern eine Perspektive von innen, unten zu erhalten, ohne die architektonischen ‚Kleeblätter’ einer Karten-Aufsicht zu reproduzieren. Die Kunst und Kultur, die Garath benötigt, ist keine, die sich aufpfropft wie die am Reißbrett geplante Siedlungsform. Nur aus dem Raum selbst heraus kann sich hier die Form einer sozialen Skulptur entpuppen, die vielgestalt ist.

Der Kunstdiskurs eröffnet die Möglichkeit, einmal abzusehen von alltäglichen Normalitäten, Abstand zu nehmen und zu betrachten, ob sich ein neuer Blick auf Altbekanntes findet, ob der eigene Blickwinkel veränderbar ist, und mit ihm vielleicht auch die Zustände? Mit “Metzen” in Garath wird ein lebensnahes Angebot gemacht, das von längerer Dauer sein soll als eine singuläre künstlerische Raumintervention. Ein Projekt, das sich in Recherchen aufrichtig mit dem Raum und seinen Menschen beschäftigt und Output zurückgibt, geprägt von Präsenz und Interesse an GaratherInnen.

Vielen Dank an die Vivarte Stiftung mit dem Projekt GarArt.